The Wayfarer's Inn

Rafe's Place
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 Post subject: Kampagnen-Tagebuch
PostPosted: Sun May 06, 2007 10:31 am 
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Joined: Wed Mar 07, 2007 12:22 pm
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Hallo zusammen,

In diesem Thread sollt Ihr nach Herzenslust spekulieren, Indizien zusammentragen und über die Hintergründe des Konflikts zwischen P.R.I.M.E. und der Bruderschaft der Schatten rätseln...



Geplanter Verlauf der Kampagne

I. Abenteuer in Lima - abgeschlossen

II. Überfahrt - abgeschlossen

III. Ankunft in Souragne - abgeschlossen

IV. Straßenkampf! - abgeschlossen

V. Prime Club, Teil I: Marais de Tarascon - abgeschlossen

VI. Prime Club, Teil II: Die Herren der Sümpfe - abgeschlossen

VII. Angebot und Nachfrage - abgeschlossen

VIII. Ein Krieg beginnt - abgeschlossen

IX. Der Ausbruch - 22. 10. 2007 19 Uhr bei mir

X. ???

XI. ???

XII. ???

XIII. ???



:twisted: Mal sehen, wie weit Ihr kommt!

R


Last edited by Rafael on Thu Oct 04, 2007 7:14 pm, edited 11 times in total.

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 Post subject: II. Überfahrt - Don Alfonso berichtet
PostPosted: Sun May 06, 2007 10:44 am 
Am nächsten Morgen verließen wir frühzeitig das Lima-Ritz und fuhren zur alten Waffenfabrik. Der asiatische Kanake dort war verletzt, er wurde anscheinend in der Nacht brutal zusammengeschlagen. Er teilte uns nur mit dass wir so schnell wie möglich zum Hafen eilen sollten und die „Verbek“, das Schiff von Alfred Timothy, einem Rumänen, besteigen sollten.
Also fuhren wir zurück zum Hotel, um unser Gepäck und Jack Sparks einzuladen, und danach zum Hafen. Unterwegs sah ich in den Straßen Limas die schwer gepanzerten Soldaten patrouillieren. Die Indios schienen sie nicht wahrzunehmen.

Die „Verbek“ war ein modernes Dampfschiff, ein als Postschiff getarntes Kriegsschiff. Die Besatzung bestand aus weißen, großen, blonden Rumänen. Außer uns waren noch englische Ingenieure an Bord, Monsieur Pagamel, eine kleine französische Kanaille, sowie Dr. Übel, ein unverschämter deutscher Anthropologe.

In unserer Kabine befanden sich seltsamerweise eine Rüstung und ein Maschinengewehr, wie sie die Soldaten in Lima und auf dem Landgut trugen. Niemand konnte genau sagen, wie sie an Bord gelangt waren, aber sie sollten sich noch als nützlich erweisen.

Kapitän Timothy teilte uns mit, dass wir im Auftrag der Bruderschaft in Port D’Elure das Haus der Hermandad übernehmen sollten, dazu sei auch die Ladung an Bord, modernes Kriegsgerät, bestimmt.
Souragne wurde angeblich von einem Regenten beherrscht, der in trocken gelegten Sümpfen hausen sollte. Er war ein Spross der Familie Misrois, die wichtigste „Adelsfamilie“ der Insel. Sie machte Geschäfte, indem Sie „Dinge“ an Geheimdienste versteigerte. Aus diesem Grund war auch Dr. Übel an Bord. Er sollte im Auftrag der Bruderschaft für diese „Dinge“ bieten.

In Tahiti wechselten wir das Schiff, da nur Segelschiffe in Port D’Elure anlegen durften.

Zwei Tage nachdem wir wieder auf See waren, verwandelten sich in einer Vollmondnacht Alfred Timothy, sein Sohn Nathan und die gesamte rumänische Besatzung in wolfs-ähnlich Wesen. Sie fingen an, die Ingenieure zu zerreißen und zu fressen. Der General und Padre Salazar konnten in unsere Kabine flüchten, Wolf von Leibnitz und ich konnten uns in der Küche verschanzen. Von dort aus konnten wir die gottlosen Bestien ins Kreuzfeuer nehmen. Leibnitz und ich mit unseren Revolvern und der General mit dem modernen Maschinengewehr. Nach wenigen Minuten war das Deck von zerfetzten Hundeleibern übersät. Die beiden Timothys hatte es zuerst erwischt. Außer uns war niemand mehr an Bord am Leben. Spark, Pagamel und Übel hatten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Es tat mir nur um Spark Leid. Die anderen beiden hatten ihre gerechte Strafe für ihre Überheblichkeit, Arroganz und Dummheit erhalten.

Nachdem wir alle Leichenteile ins Meer geworfen und den Hund von Nathan Timothy mit einer Stange Dynamit in einem Fass auf dem Wasser ausgesetzt hatten, übernahm der General das Steuer und wir segelten weiter Richtung Souragne. Am nächsten Tag sahen wir das obszöne, brennende weiße Schiff aus Lima. Wir retteten den Besitzer und sechs seiner Negersklavinnen. Angeblich wurden sie letzte Nacht von drei „fliegenden Wölfen“ mit Fledermausflügeln angegriffen. Das könnten die drei gewesen sein die, bei der Zählung der Leichen gefehlt hatten.

Am Nächsten Abend erreichten wir Port D’Elure.


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PostPosted: Fri May 11, 2007 7:50 am 
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Joined: Wed Mar 07, 2007 12:22 pm
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Sehr schöne Zusammenfassung! Danke!

Ich will lieber nicht selbst Tagebuch führen, sonst würdet Ihr ja checken, wo ich meine Betonungen setze... :)


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 Post subject: anmerkungen des generals
PostPosted: Fri May 11, 2007 11:10 pm 
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El Carnicero
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Joined: Tue Mar 27, 2007 12:38 pm
Posts: 100
Ich fuehlte mich ja waehrend der Metzelei mit den Wolfsmenschen stark an eine Mission im Dschungel von Afrika erinnert. Damals wurde ich mit meiner kleinen Geheim-Einheit von einer Armee des Feindes eingekreist. Aber anstatt uns anzugreifen schickten die erbaermlichen Feinde Wolfsherden auf uns. Wir hatten, da wir natuerlich alle vorzuegliche Schwertkaempfer waren/sind, eine Menge Spass. Als wir uns nach genuegend Amusement mit den Tierchen den Weg durch die feindlichen Kohorten metzelten, rissen die meisten der laecherlichen Feinde aus, als sie uns sahen. Von der kleinen Einheit blieben leider nur ein verehrter Freund, der inzwischen aber auch verstorben ist, und meine wenigkeit uebrig. Damals wurde ich dann sehr oft
'el carnicero' genannt. hach, das waren noch zeiten.


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 Post subject: III. Ankunft in Souragne - Don Alfonso berichtet
PostPosted: Wed Jun 20, 2007 2:25 pm 
Im Hafen empfing uns bereits eine Abordnung des Hafenmeisters. Sie wollten von uns die Einreisezölle erheben. Als ich aber klarstellte, dass wir die Repräsentanten der spanischen Krone sind, erübrigte sich dies natürlich. Am Kai sahen wir ein merkwürdiges Gefährt, es schien wie eine Dampflokomotive betrieben zu sein, allerdings hatte es keine richtigen Räder und fuhr nicht auf Schienen.

Man riet uns beim stellvertretenden Bürgermeister vorstellig zu werden, damit er uns begrüßen könnte. Der Mann hieß Adam de Jardin (die de Jardins gehören zu den adligen Familien auf Souragne). Er war ob meiner Ankunft hoch erfreut. Es waren nebenbei bemerkt bereits Gesandtschaften aus Deutschland, England und Frankreich anwesend, die Amerikaner ließen noch auf sich warten. Am morgigen Abend sollte auch ein Ball im Hause des Bürgermeisters Fauquelain stattfinden, zu dem ich und meine Begleiter natürlich auch geladen waren und auf dem wir auch die diplomatischen Vertretungen der anderen Nationen kennen lernen sollten. Señor de Jardin wies uns außerdem die alte spanische Botschaft, das Maison Soulombre, als Unterkunft zu. Kurz bevor wir uns verabschiedeten, stürzte ein Mann herein, den wir zuerst für den tot geglaubten Dr. Übel hielten. Es stellte sich heraus, dass es nur sein Zwillingsbruder war, das konnten wir aber erst nach längeren geschickten Verhören herausfinden.

Das Maison Soulombre lag am Rande der Stadt neben einem Friedhof. Es war ein stattliches Anwesen, etwas alt und heruntergekommen, aber mit ein wenig Mühe und Disziplin könnte wir ihm leicht wieder zum Glanz früherer Tage verhelfen (auf diese Weise symbolisiert unsere Botschaft aufs trefflichste den Zustand unserer geliebten Heimat). Es gab einen Hausdiener, Gerome, der nur einen Arm hatte, der andere wurde durch eine kunstvolle Prothese ersetzt.

Die Inspektion des Hauses ergab folgendes teils ärgerliches, teils verblüffendes Ergebnis:
• Die umfangreiche Bibliothek der Bruderschaft wurde eigenmächtig in das Haus von Giand Le Fevre gebracht. Wir könnten sie aber jederzeit abholen lassen. Einzig eine paar Bände über die Sprache der primitiven Eingeborenen, die im Landesinneren hausten, hatte uns Señor Le Fevre bereits zukommen lassen.
• Im Keller gab es eine Gruft, in der sieben Särge mit den sieben Leichnahmen der Botschafter Spaniens bzw. Vertreter der Bruderschaft lagen. Sie alle hatten Ringe in Form eine Schlange mit Rubinaugen an ihren Fingerknochen. Wolf von Leibnitz nahm sie sicherheitshalber an sich.
• Außerdem war in einem Nebenraum auch ein übergroßer Affe aus Metall. Anscheinend das Werk von Señora Lorelai Tuvache, einer Meisteruhrmacherin (so hinterwäldlerisch die Bewohner Souragnes sind, im Bereich der Feinmechanik scheinen sie den zivilisierten Nationen ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen zu sein. Dieses Wissen sollte mit der Spanischen Krone geteilt werden!).
• In einem weiteren Raum fanden wir eine Art mechanisches Herz, vielleicht gehört es in den Affen im Keller, einige Baupläne für seltsame Fahrzeuge sowie einen Brief Nathan Ockerlunds, der nahezu unverständlich ist und von Voodoo und den Misroi handelt.

Die erste Nacht in diesem Haus war alles andere als erholsam. Der General schlug Alarm. Es war in allen Zimmern bitterkalt. Das Zimmer von Wolf von Leibnitz war mit einer Eisschicht überzogen. Er selbst schien wie erstarrt und eiskalt, er konnte aber reanimiert werden. Das Fenster seines Zimmers stand offen. Jemand ist in das Haus eingedrungen, die Ringe waren auch verschwunden. Ich rannte in den Keller, um festzustellen dass die Leichnahme ebenso fehlten. Draußen vor der Haustüre konnte ich dann sieben übergroße Skelettgestallten erkennen, die langsam die Straße davon wankten. Mich überkam ein unglaublicher Zorn, ich rannte ihnen nach und schoss das letzte Skelett über den Haufen. Es stellte sich heraus, dass es dreckige Neger-Leichenschänder waren, die die Gebeine unserer Vorgänger entführen wollten. Einen weiteren konnten wir auch noch abknallen, die restlichen fünf konnten entkommen. Gerome meinte, es seien die Bauarbeiter gewesen, die den Keller instand gesetzt hätten.

Am Haus spielte sich noch eine weitere merkwürdige Szene ab. Keine fünfzig Meter vom Hauseingang entfernt, beim Friedhof war ein weiterer Neger, ein Wilder aus den Sümpfen namens Hühnerbein, der aus einer Flasche Rauch einatmete. Um ihn herum tanzten Affen. Wutentbrannt stellte ich ihn zur Rede. Ich konnte aber sein Kauderwelsch nicht verstehen. Er bot mir seine Flasche an. Anscheinend war der Primitive friedlich. Ich nahm also die Flasche an und sog auch den Rauch ein, um so Kontakt mit den Eingeborenen herzustellen, vielleicht könnte sich das noch als nützliche erweisen. Mir wurde sehr komisch vor Augen, ich glaubte, ich könnte die Affen und den Neger verstehen. Das letzte an was ich mich erinnern konnte, war, dass sich selig in mein Bett gefallen bin.


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 Post subject: IV. Ein Tag wie jeder andere - Don Alfonso berichtet
PostPosted: Wed Jun 20, 2007 4:56 pm 
Ich wachte am morgen auf, es war hell und schön in meine Zimmer, die Wände leuchteten in intensiven Farben. Aber ich spürte, dass mein Nachthemd feucht war. Ein kleiner abgetrennter Fuß eines Negers lag auf meinem Bauch und hatte mein Nachthemd ruiniert – sehr seltsam.

Auf dem Flur traf ich Wolf von Leibnitz, er hatte einen kleinen abgetrennten Finger an der Hand. Padre Salazar war in der gleichen Nacht noch abgereist und ein Elefant nahm seine Stelle ein – was die sich in Madrid dabei gedacht haben, weiß ich auch nicht.

Nach einem Frühstück durchsuchten wir die Leichen von gestern Nacht, die noch am Straßenrand lagen. Als ich hinausging lächelte mir ein kleines Baby aus der Sonne aus zu. Die Neger hatten nichts Interessantes bei sich, außer einer Kordel mit vielen Knoten. Keiner von uns wusste etwas damit anzufangen. Daher unterhielt ich mich lange Zeit mit den Büchern, die uns Senor le Fevre dagelassen hatte. Sie konnten mir aber auch nicht weiterhelfen – dumme Bücher.

Am Nachmittag beschlossen wir, in die Stadt zu fahren und Senora Tuvache und Dr. Übel aufzusuchen. In den Slums von Souragne rammte unser Schiff allerdings einen Eisberg und wir mussten es schnell verlassen. Dieser dämliche Elefant versuchte allerdings mich ständig daran zu hindern und hielt mich mit seinem Rüssel fest, und das obwohl ich dieses Drecksvieh die ganze Fahrt über mit Erdnüssen gefüttert hatte.

Ich konnte mich dennoch an Deck kämpfen. Wolf von Leibnitz hat ein Wichtelmännchen gefunden und ihm ein Geschenk gegeben. Ich hoffe er hat sich etwas Sinnvolles gewünscht. Eine Katze sprang mir ins Gesicht, aber der Elefant konnte sie mit einem Gezielten Hieb mit seinem Golfschläger unschädlich machen.

Wir brachen eine Türe auf und gingen in ein Haus, um auf dem Dach spazieren zu gehen. Plötzlich roch ich den Duft von Erdbeertörtchen und bekam großen Hunger, also gingen wieder zurück in das Gebäude. In fand die Türe, hinter der sich die Erdbeertörtchen befinden mussten, sie lächelte mich sehr freundlich an, wohl weil sie wollte, dass ich die Kisten vor ihrer Nase wegräume. Hinter der Türe waren aber nur Neger, die im Kreis standen und riefen: „Der Elefant hat dicke Eier!“ – obszönes Pack!

Eilig rannten wir die Straße weiter und kamen an einer Kreuzung an einem toten Clown vorbei, der erstochen mitten auf der Straße lag. Wir kümmerten uns nicht darum, sondern versuchten so schnell wie möglich zu Docks zu gelangen.

Dort fanden wir in einem Cafe ein riesiges Steak, um das Heringe in Baströckchen tanzten. Wolf von Leibnitz unterhielt sich mit dem Steak, während des Gesprächs wurde seinen Nase immer länger und bohrte sich in das Steak hinein, welches das aber scheinbar nicht bemerkte.

Das Steak lud uns zu sich nach Hause ein, damit wir uns ein wenig ausruhen konnten. Sein Haus war vollkommen rosa und ein großes Stück Schokolade mit Kirsche öffnete die Türe. Drinnen flog ein gebratener Seelachs an mit vorbei. Ich rannte ihm hinterher, da ich immer noch großen Hunger hatte, schließlich hatte ich ja die Erdbeertörtchen nicht finden können.

Das Steak gab jedem von uns rosa Anzüge und stellte uns seine Kutsche zur Verfügung, die aussah wie ein riesiger, erigierter Penis.

Auf dem Weg zurück in das Maison Soulombre sah ich noch ein großes rosa Kaninchen, das von einem großen violetten Kaninchen verfolgt wurde. Wir überfuhren das violette Kaninchen. Es war allerdings noch nicht tot. Daher drehte ich ihm seine Fliege um, um es zu ärgern. Der General schoss ihm daraufhin in den Kopf und häutete es – ein grauenhafter Anblick.

Zurück in der Botschaft legte ich mich in die Badewanne, ich bekam langsam höllische Kopfschmerzen.


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 Post subject: VII. Angebot und Nachfrage - Don Alfonso berichtet
PostPosted: Tue Aug 07, 2007 12:15 pm 
Am Abend fand ein Ball bzw. eine Versteigerung im Hause des Bürgermeister Fauquelain statt. Es waren Vertreter aller Delegationen anwesend. Amerikaner waren nur zwei da, bei den Österreichern war es nur noch Dr. Übel.
Ich hatte Gelegenheit, mich mit dem jungen Marcel de Tarascon zu unterhalten. Er lud uns ein, seine Familie in ihrem Haus in Marais de Tarascon, mitten im Sumpf zu besuchen.

Danach fand die Auktion statt. Fauquelain präsentierte den Anwesenden einen „Supersoldaten“, ein großes, grob menschenähnliches Wesen mit gewaltigem Unterkiefer. Er demonstrierte dessen Kampfkraft, indem er es zuerst gegen einen Soldaten in moderne Ganzkörperpanzerung und danach gegen ein geflügeltes Hundewesen antreten ließ. Beide male riss das Ungetüm seine Gegner in Stücke. Interessant war, dass die meisten anwesenden Souragnier sich vor dem Hundewesen fürchteten.

Bevor nun die Auktion begann, legte Fauquelain eine seltsame Batterie auf seinen Tisch auf der Tribüne. Bei der Versteigerung trieben sich die Nationen gegenseitig in die Höhe. Schließlich rastete ein Amerikaner aus und erschoss einen Franzosen. Der Bürgermeister flüchtete sich samt der Batterie hinter einen Vorhang auf der Tribüne und die Amerikaner wurden daraufhin von Fauquelains Wachen zu Tode geprügelt und die Auktion wurde überstürzt und ergebnislos abgebrochen. Angeblich machen die Amerikaner das jedes Mal, wenn die Auktion nicht wie gewünscht abläuft.
Die einzigen Nationen, die nicht mitboten waren die beiden Engländer und die Österreicher. Als auch wir den Raum überstürzt verlassen wollten, wollte ich Dr. Übel mitnehmen, um ihm ein paar Fragen zu stellen, allerdings blieb er seelenruhig an seinem Platz sitzen und zwei Wachen versperrten uns den Weg zu ihm. Irgendetwas stimmt hier nicht.
(Ein weiterer interessanter Punkt, der an diesem Abend klar wurde ist, dass die modernen Waffen und Panzerungen eine Erfindung der Souragnier ist, die bei der letzten Versteigerung an die Amerikaner verkauft wurde.)

Wir fuhren zum Haus der Österreicher, um es während Dr. Übels Abwesenheit genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben einer unglaublich hässlichen und geschmacklosen Einrichtung fanden wir Briefe von Madame Tuvache an Dr. Übel. Sie hatten bereits vor vier Wochen über ihre Tochter Kontakt aufgenommen und er sollte ihr bei einem Problem in ihrem „Keller“ helfen. Außerdem fanden wir ein Karte auf dem „Großmutters Haus“ am Rande des Meeres oder eines Gewässers eingezeichnet war.

Müde fuhren wir zum Maison Soulombre zurück. Unterwegs bemerkten wir, dass sich auf der Straße ein dichter Nebel sowie ein widerwärtiger Gestank ausgebreitet hatten. Bei unserem Haus roch es noch schlimmer nach Fäulnis und Verwesung. Unser Butler glaubte, dass die Ursache des Gestanks auf dem Friedhof zu finden sei.
Der Friedhof wurde von heidnischen Friedhofsschändern entweiht. Die Türen zu allen Mausoleen waren geöffnet. Vor den Türen hingen überall Gliedmassen an Lederbändern herab. Auf manchen Gräbern lagen Leichenteile. Wir konnten aber keinen Leichenschänder entdecken, sie hatten sich bereits aus dem Staube gemacht. Wir konnten nur noch sehen, wie ein weißer Affe über die Friedhofsmauer sprang. Bestimmt hat dieser Negerschamane Hühnerbein etwas mit der Sache zu tun.
Wir schlossen alle Türen und verbrannten die Leichenteile. Der Pater sprach noch einen Segen. Obwohl sich der Gestank nicht verzog, legten wir uns vollkommen übermüdet zu Bett.

Am nächsten morgen war die Lage noch schlimmer. Unsere Pferde waren in der Nacht umgebracht worden, sie hatten am ganzen Körper große runde Bissspuren. Nach wie vor lag ein unangenehmer Geruch in der Luft.
Auf dem Friedhof standen wieder alle Türen offen. Der Boden war übersäht mit Fußspuren. Das erschreckende daran war, dass sie aus dem Gräbern und Särgen herauszukommen schienen.

Wir beschlossen eilig zu Fuß nach Porte D'Elure zu laufen. Unterwegs kamen uns zwei Sourangnier entgegen. Sie waren vollkommen aufgelöst, einer war schwer verletzt. Die Stadt wurde in der Nacht von wandelnden Leichen angegriffen. Sie sahen aus wie das Ungetüm, das versteigert werden sollte. Sie waren anscheinend unbesiegbar. Ihr Anführer war Luc de Tarascon, der jüngere Bruder von Marcel. Er ging ihnen angeblich aus einer Bibel rezitierend voran, gekleidet in ein weißes Nachtgewand.

Plötzlich sprang uns eines dieser Ungetüme aus dem Gebüsch aus an. Der General hatte glücklicherweise eine Dynamitstange bei sich, mit der er das Monster in die Luft sprengen konnte.


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